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Verluste genauer betrachtet

Nutzerverhalten

Nun könnte man meinen, es wären alle Verluste beseitigt. Leider falsch, wir können noch etwas verbessern:

Unser Nutzungsverhalten:

Ein besonderes Bedürfnis des Menschen ist das Verlangen nach frischer, sauberer Luft. Dieses Bedürfnis steht natürlich im direkten Gegensatz zum energiesparenden Betrieb einer Heizungsanlage.

Dennoch kann ich während der Heizungsperiode nur zu folgendem energiebewußten Verhalten raten:

Halten sie Fenster und Türen weitestgehend geschlossen.

Sollte es Ihnen einmal “stinken”, beseitigen sie den Gestank nicht durch Dauerlüften, sondern dadurch, die Ursache des Gestankes (volle Mülleimer, liegengebliebene Schmutzwäsche, volle Aschenbecher, offen gelagerte Lebensmittel.....) aus der Wohnung zu entfernen. Wenn die Luft verbraucht ist, öffnen sie die Fenster für wenige Minuten ganz! Kontrollieren sie, daß die Fenster nach dem Lüften wieder vollkommen geschlossen werden.

Die Begründung für diese Vorgehensweise liegt darin, daß beispielsweise beim Dauerlüften mit “gekipptem” Fenster der gesamte Rauminhalt bei Windstille bis zu 1,5 mal pro Stunde ausgetauscht wird. Bei Wind ist der Luftwechsel noch erheblich größer. Da die erwärmte Luft nach oben steigt, strömt sie ungenutzt durch das Fenster ab, während die Wände, Decke und Möbel auskühlen.

Bei vollständig geöffnetem Fenster (bei Windstille) wird das Raumvolumen zwar etwa 10-15 mal pro Stunde ausgetauscht, jedoch können wir nun nach 2 - 5 Minuten die Fenster wieder schließen. Die Raumluft ist zwar merklich kühler geworden, aber unsere Wände und Möbel sind noch nicht ausgekühlt.

Der Wärmebedarf der frischen Luft ist schnell wieder ersetzt.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch erwähnen, das unterlassenes Lüften ebenfalls eine Art der Energieverschwendung darstellt:

Durch unterlassene Lüftung steigt der Wassergehalt der Luft ( durch Zierpflanzen, Kochen, Atmen....). Einerseits müssen wir diesen Wassergehalt ebenfalls erwärmen, andererseits steigt mit der Luftfeuchte auch die Feuchtigkeit unserer Wände. Die Folge ist, das die Isolierwirkung nachlässt, der Wärmebedarf steigt. Schlimmstenfalls wird der Baukörper sogar so feucht, das es zu Schimmelbildung und gravierenden Gesundheitsbeeinträchtigungen kommt.

Eine allgemeingültige “Bedienungsanleitung” für richtiges Lüften gibt es jedoch nicht. Das richtige Maß müssen sie selbst finden. So viel, wie nötig -- so wenig, wie möglich.

Ein weiterer Tip: benutzen sie ihre Rolläden! Wenn es draussen dunkel ist, lassen sie die Rolläden herab, bis der Laden keinerlei “Luken” mehr hat. Die zwischen Fenster und Laden eingesperrte Luft wirkt als Wärmedämmung.

Wenn sie es perfekt machen wollen, sorgen Sie auf der Innenseite der Rolladen für eine wärmereflektierende Farbe: silber! Diese Farbe reflektiert eine großen Teil der Wärmestrahlung wieder zurück in den Raum. Diese Maßnahme habe ich allerdings selbst noch nicht durchgeführt.

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