index
Neuigkeiten

Verluste genauer betrachtet

Kesselisolierung

Verluste durch unzureichende Kesselisolierung

Vor Beginn aller Maßnahmen war mein Heizraum auch im tietsten Winter immer schön muckelig warm. Der Kesselmantel (unter dem sich die Original-Isolierung verbirgt) war handwarm, die beiden Kesseltüren auf der Vorderseite, der Abgassammelkasten, sowie die “Pief” waren heiß. Wie das schematisch aussah, sehen sie auf der Zeichnung:

Klicken öffnet Bild in neuem Fenster

Alle Teile, die gelb dargestellt sind, bezeichnen die Original-Isolierung.Da ich jedoch nicht den Keller heizen möchte, sondern die Wohnräume, habe ich alles, was fühlbar warm war isoliert:

Klicken öffnet Bild in neuem Fenster

Zur Verbesserung der bereits vorhandenen Isolierung habe ich an den Seiten und auf dem Deckel jeweils eine 40 mm PU-Isolierplatte mit Silikon auf die alte Kesselverkleidung aufgeklebt. Die Platten habe ich im  Heizungshandel bekommen  -  sie sind beidseitig mit einer Aluminium-Folie verstärkt. Normalerweise werden diese Platten als Unterbau für Fußbodenheizungen verwendet. Ich habe alle Platten nach vorne  überstehen lassen, so daß ich die “Frontplatte” einfach zwischen die Seitenplatten klemmen konnte. Leider habe ich die hohe Temperatur der Kesseltüren nicht bedacht, ich hätte noch eine Lage Mineralfaserdämmung  dazwischen vorsehen müssen. Es besteht zwar kein wirkliches Problem, doch sieht es unschön aus, wenn der Klebstoff der Klebebands, mit dem ich den Kantenschutz an den Schnittstellen gemacht habe, leise vor sich hin  schnörkt. Ein wenig Problematisch war auch, die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu erhalten. Die Frontplatte ist also zweiteilig, wobei das untere Teilstück nochmals ein Scharnier erhalten hat. Wenn ich nochmal Lust und Laune habe, werde ich diesen Schönheitfehler noch beseitigen.

Wichtig ist jedenfalls, das alles einigermaßen luftdicht ist, da man sonst einen “Schornstein” baut, der dann mit der Konvektionsströmung die Wärme wegtransportiert.

Den Abgassammelkasten, und später auch das Abgasrohr bis zur Abgasklappe, habe ich mit einem Rest Mineralfaserdämmung dicht eingepackt. Der ganze Spass hat mich damals weniger als 50 € gekostet. Allerdings  hat es aufgrund der steigenden Nachfrage nach dem Februar 2002 eine Preiserhöhung um fast 100% gegeben! Bildchen:

Klicken öffnet Bild in neuem Fenster

Mittlerweile habe ich den Mangel an der Isolierung beseitigt. Da ich jedoch zu bequem war, die alte Isolierung zu entfernen, habe ich einfach eine zusätzliche Lage an PU-Platten aufgebracht. An den heissen Kesseltüren habe ich eine Lage 40mm Mineralfaserdämmung plus 40mm PU-Platte verwendet. Nun hat die gesamte Isolierung ca. 100 € gekostet. Ob sich der Aufwand von 80 mm Dämmung allerdings noch lohnt, kann ich erst nach einem neuen Test feststellen, den ich erst in 2003 durchführe

So sieht das ganze jetzt aus:

Klicken öffnet Bild in neuem Fenster

Welche Wirkung diese Isolierung hat, können Sie auf dem Bild oben rechts erkennen: An der ehemals heissesten Stelle des Kessels konnte ich eine Oberflächentemperatur von ca. 17,7 °C messen. Dies entspricht etwa der Lufttemperatur des Heizraumes.

Welche Temperaturen innerhalb der Isolierung, bzw. direkt auf der Feuerraumtüre herrschen, sehen sie auf den folgenden Bildern:

Klicken öffnet Bild in neuem Fenster

Zurück

[index] [Einführung] [Optimierung] [Verbrauchsauswertung] [Neuigkeiten] [Messdaten] [Referenzen] [Komponenten] [Betrieb & Wartung] [Der Regler] [Impressum] [Haftungsausschluss] [Links] [Eigene Sache]

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, wenden Sie sich bitte an unseren Webmaster. ©Copyright 2002 Martin Havenith.

Alle Rechte vorbehalten.