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Nochmals Heizen in der Übergangszeit (25.10.2004)

Wintereinbruch (10.11.2004)

Richtig Kalt am 28.02.2005

Guter Mittelweg 05.03.2006

Messdaten

Mittlerweile...also seit März 2006, ist es mir möglich, nahezu alle Datenpunkte des Reglers gleichzeitig aufzuzeichnen. Als Komfortablen Aufzeichnungsintervall nehme ich jetzt etwa 30 Sekunden pro Datensatz. Die Weiterverarbeitung ist ebenfalls einfacher geworden, so das ich auch auf Wünsche und Anregungen eingehen kann.

Folgende Daten können aufgezeichnet werden:

Außentemperatur

Raumtemperatur

Kesselvor- und -rücklauftemperatur

Heizungsvor- und -rücklauftemperatur

Boilertemperatur

 Brennerfreigabe und Pumpenlaufzeiten (Softwarezähler)

Mischventil

Diverse interne Regelparameter

Boilerladen im Sommerbetrieb

Datum      :

23.07.2002

 

 

 

Zeit    

 Kesselvorlauftemp.

  Boilertemp.

 Abgastemp.

Bemerkungen

22:00:00

21.125

36.344

19.641

Nach letzter Wasserentnahme

04:41:40

20.703

35.000

19.469

Brennerfreigabe, Boilerpumpe steht noch

04:50:26

45.062

34.969

81.625

Freigabe Boilerladepumpe, Boilerventil beginnt zu öffnen

04:53:26

54.875

34.969

92.312

Boilerventil vollständig geöffnet

05:20:56

71.375

45.094

131.875

Sollwert Boiler erreicht, Brenner Aus, Ladepumpe läuft nach

05:35:00

63.750

52.938

88.750

Ladepumpe aus, Boilerventil beginnt zu schließen

05:40:00

63.219

54.312

83.938

Boilerventil vollständig geschlossen

08:03:04

62.875

56.344

50.688

Beginn der Wasserentnahme 1X duschen 1X Handwaschbecken

Erläuterung:

Während der gesamten Nacht hat der Boiler aufgrund der verbesserten Dämmung nur 1,5 K an Wärme verloren.

Morgens zu Beginn der Boilerladezeit ist die Kesseltemperatur unter 45°C. Um die Zeitspanne der Taupunktunterschreitung (Kondensation und Korrosion) zu verkürzen, startet der Brenner, jedoch die Pumpe wird noch nicht freigegeben.

Nach Überschreiten der Kesselmindesttemperatur startet die Boilerladepumpe, jedoch das Thermische Absperrventil ist noch geschlossen. Es ist parallel zur Pumpe geschaltet und benötigt bis zur vollständigen Öffnung ca 3 Minuten. Die Kesseltemperatur steigt weiter an.

Wenn das Thermische Absperrventil geöffnet ist, sinkt die Kesseltemperatur etwas ab, ist jedoch immer noch über der Boilertemperatur. Der Ladevorgang beginnt.

Anhand der Abgastemperatur können wir erkennen, daß der Brenner für den Boilerladevorgang nur ein einziges Mal startet. Dadurch werden Stillstandsverluste und Verluste durch das Vorbelüften des Brenners verringert.

Nach Erreichen des Boilersollwertes von 45 °C (mittlerweile 50°C) wird der Brenner abgeschaltet. Zur weiteren Nutzung des Wärmeinhaltes des Kessels läuft die Boilerladepumpe noch 5 Minuten nach(mittlerweile 10 Min.). Dadurch wird ein Teil der Wärme noch in den besonders gut gedämmten Boiler transportiert, der entsprechend geringere Oberflächenverluste hat. Weiterhin bewirkt die verringerte Kesseltemperatur ebenfalls verringerte Oberflächenverluste am Kessel. Auch die Verluste aufgrund von Schornsteinzug verringern sich.

Bei der Wasserentnahme macht sich der geringere Wasser- (und Wärme-) verbrauch durch den verringerten Durchfluß bemerkbar.

Aufgrund dieser Betriebsweise verringert sich die Anzahl der Boilerladungen erheblich. Während vor der Maßnahme der Boiler ständig durch Schwerkraftzirkulation auf Temperatur gehalten werden musste, reicht heute durchschnittlich eine Boilerladung zwei Tage lang.

Aufgrund des Hydraulik-Umbaus 2003 habe ich die Messreihe nochmals wiederholt. Prinzipiell gibt es jedoch keinen Unterschied, ausser, das durch die Rücklaufregelung der Taupunkt wesentlich schneller durchfahren wird.

Die Kesselauskühlung

Vor der Maßnahme hatte ich bereits versucht, durch Abschalten des Kessels während der Nacht etwas Energie zu sparen. Ein totaler Fehlschag, wie sich herausstellte - der Kessel war jeden Morgen bis auf Raumtemperatur ausgekühlt.

Nachdem ich durch die neue Isolierung, die Abgasklappe und das Mischventil alles getan hatte, die einmal erzeugte Energie so gut es geht, im Kessel festzuhalten, sieht die Sache schon viel besser aus:

Nach 49 Stunden ist der Kessel immer noch nicht auf Raumtemperatur abgekühlt.

Da bei der ursprünglichen Hydraulik der Korrosionsschutz für den Kessel nicht ausreichend berücksichtigt wurde, musste ich nochmals umbauen und eine hydraulische Weiche, sowie eine Rücklauftemperaturregelung nachrüsten.

Dadurch ist nun eine Schwerkraftzirkulation auch ausserhalb des Kessels bis zur Rücklaufbeimischleitung möglich, die leider unvermeidbar den Wärmeverlust etwas erhöht. Daher habe ich eine neue Messung durchgeführt.

Die Heizgrenze

Die Heizgrenze ist die Außentemperatur, über der eine Beheizung nicht mehr notwendig ist, um die Raumtemperatur oberhalb des gewünschten Sollwertes zu halten.

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, ist jedoch nicht alleine die Außentemperatur für unseren Wärmebedarf maßgeblich, sondern alle Erscheinungsformen des Wetters. Daher habe ich nicht alleine die Außentemperatur als Führungsgröße für diese Funktion gewählt, sondern zusätzlich die Raumtemperatur.

Beispiel: Bei 15°C Außentemperatur, Windstille und Sonnenschein kann die Raumtemperatur ohne Beheizung über 22°C gehalten werden.

Bei 15°C Außentemperatur, starkem Wind und bedecktem Himmel sinkt die Raumtemperatur jedoch schnell ab, so daß geheizt werden muß.

In meinem Programm ist die Heizgrenze so definiert, das bei gleichzeitigem Überschreiten von 10°C Außentemperatur (Hysterese 0,5K) und 21,8°C Raumtemperatur (Hysterese 0,2K) die Heizung abgeschaltet wird. Die Heizungspumpe läuft jedoch noch 30 Minuten nach, um den Wärmeinhalt des Kessels noch in die Raumheizung zu befördern.

Wie sich das auswirkt, können sie auf der Grafik sehen. Es handelt sich um einen Sonntag. Die Nutzungszeit ist von 08.00 Uhr bis 22.30 Uhr.

Wie sie anhand der Abgastemperatur erkennen können, wurde morgens bis ca 9.30 Uhr aufgeheizt, danach wurde die Heizgrenze überschritten und die Beheizung eingestellt.

Etwa gegen 16.00 Uhr fiel die Raumtemperatur unter den Grenzwert (leichte Bewölkung), bis ca. 18.00 Uhr wurde geheizt.

Von 18.00 Uhr bis 19.00Uhr war die Heizgrenze wieder überschritten, es war ein sonniger Abend - die Beheizung war nicht nötig.

Ab 19.00 Uhr fiel die Außentemperatur unter ihren Grenzwert, die Beheizung wurde bis zum Ende der Nutzungszeit aufgenommen.

Das Programm zum optimalen Einschalten

Gewöhnlich verfügen Heizungsregler über starre Tagesschaltprogramme, die die Umschaltung von der “Nachtabsenkung” auf den normalen Heizbetrieb bewerkstelligen. Vorausgesetzt, dieses Programm ist so eingestellt, das bei niedrigster Außentemperatur die gewünschte Raumtemperatur zum gewünschten Zeitpunkt ereicht wird, schaltet die Heizungsanlage bei gemäßigten Aussentemperaturen grundsätzlich zu früh ein  -- es ist also viel zu früh warm  -- es wird also unnötig Energie verbraucht!

Glücklicherweise geht das auch anders!

Bei dem von mir eingesetzten Regler gebe ich nur die Zeiten an, in denen es warm sein soll -- nicht die Startzeiten! Der Regler ist in der Lage, anhand der momentanen Außen- und Raumtemperatur den optimalen Startzeitpunkt auszurechnen, so daß bei Bereitstellung der Maximalen Leistung (maximale Vorlauftemperatur) zum gewünschten Zeitpunkt die gewünschte Temperatur so eben erreicht wird. Erst nach Beginn der eigentlichen Nutzungszeit wird wieder auf die außentemperaturgeführte Vorlaufregelung umgeschaltet.

Damit in den Betriebspausen das Gebäude nicht vollkommen auskühlt, kann ich zusätzlich eine maximal zulässige Temperaturabsenkung festlegen. Wird diese erreicht, wird durch Zwischenheizen die Temperatur wieder um einen bestimmten Betrag angehoben.

Dazwischen wird die gesamte Anlage Total-Abgeschaltet!

Erklärung:

Morgens um 7.00 Uhr endet die Nutzungszeit, alle haben das Haus verlassen -- der Heizbetrieb wird eingestellt.

Etwa gegen 11.00 Uhr ist die Raumtemperatur auf die Mindesttemperatur von 19,5°C (mittlerweile 18,5°C) gefallen, der Zwischenheizbetrieb beginnt.

Etwa gegen 12.40 Uhr ist die Raumtemperatur um 1 K auf 20,5 °C angehoben, der Zwischenheizbetrieb wird wieder eingestellt. Bemerkenswert ist, das für das Zwischenheizen nur ein einziger Brennerstart erforderlich war!

Nachmittags gegen 14.30 Uhr hat das Programm den optimalen Start festgelegt, so das zu Beginn der Nutzungszeit um 16.00 Uhr etwa die gewünschte Raumtemperatur von 21,5°C (mittlerweile 22°C) erreicht wird.

Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit dieses Programmmoduls ist allerdings, das die gesamte Hydraulik abgeglichen ist. Außerdem benötigt dieses Modul immer einige Tage Rechenzeit, bis das Optimum wirklich erreicht ist.

Heizen in der Übergangszeit

Die Heizungsregelung in der Übergangszeit ist ein besonders heikles Thema. Die meisten Regler, die überhaupt in der Lage sind, die Funktion einer Heizgrenze zu realisieren, stützem sich meist in irgendeiner Form alleine auf die Aussentemperatur. Da allerdings die aussentemperatur im Tagesverlauf stark schwankend ist (und alle Gebäude unterschiedlich sind), bedarf es eines großen Zeitaufwandes, diese Funktion so zu parametrieren, das ein optimaler Betrieb möglich ist. Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich zwei Bedingungen miteinander Verknüpft, um die Heizungsfreigabe bei steigenden Temperaturen abzuschalten: Die Aussentemperatur UND die Raumtemperatur müssen ihren jeweiligen Grenzwert überschritten haben, damit die Freigabe abgeschaltet wird. Nun habe ich den Grenzwert für die Aussentemperatur auf 10 °C gelegt. Die ist in den meisten Fällen deutlich zu niedrig, um ganz ohne Heizung auszukommen. Da jedoch als zweite Bedingung der Raumtemperaturgrenzwert auf 22 °C steht, wird die Freigabe des Brenners immer wieder je nach Bedarf ein- und ausgeschaltet. Durch eine Abschaltverzögerung laufen sowohl die Kesselkreis- als auch die Heizkreispumpe 30 Min. nach. Aufgrund der Kesselrücklaufregelung wird die Kesseltemperatur jedoch weitestgehend hoch gehalten. Durch das Abschalten der Freigabe kühlt der Heizkreis langsam aus. Wird nun aufgrund sinkender Raumtemperatur die Freigabe wieder eingeschaltet, so besteht aufgrund der größeren Auskühlung des Heizkreises ein höherer Wärmebedarf als beim ununterbrochenen Betrieb. Die Folge sind längere Brennerlaufzeiten, weniger Brennerstarts, geringere Startverluste und geringere Bereitschaftsverluste; gleichzeitig wird ein Überheizen sicher vermieden.

Aufgrund der geringen Schalthysterese des Raumtemperatursollwertes von nur 0,2 K ist keinerlei Komforteinbusse festzustellen.

Da die Daten unmittelbar nach einer Programmänderung im Regler aufgezeichnet wurden, konnte das Programmmodul zum optimalen Einschalten die Startzeit noch nicht korrekt errechnen. Daher wurde die Raumtemperatur ca 1 h zu spät erreicht.

Anhand der gelben Kurve kann man erkennen, das morgens um 04.30 die Raumtemperatur unter 22°C lag, der Heizbetrieb wurde freigegeben.. Im Laufe des Vormittags stieg die Aussentemperetur (Grün) über 10 °C, die Raumtemperatur wurde Führungsgröße für die Freigabe. Da den gesamten Nachmittag die Raumtemperatur über 22°C lag, wurde die Heizungsfreigabe gesperrt, der Brenner (und die Pumpen) blieb ausgeschaltet!

Auch die folgende Grafik zeigt den Heizbetrieb in der Übergangszeit. Bei genauer Beterachtung werden sie Feststellen, das an diesem Tag gar keine Wärme über den Heizkreis abgenommen wurde. Die kleinen Zacken in der Heizkreisvorlauftemperatur stammen von der automatischen Synchronisation des Mischventils. Es wurde nur gegen Abend Warmwasser bereitet.

Aber auch das ist eine Auswirkung der oben beschriebenen Funktion der Heizgrenze. Nach dem Umschalten vom Sommerbetrieb auf den normalen Heizbetrieb ist es für mehrere Tage tagsüber wieder sommerlich warm geworden. Obwohl ich aufgrund meiner Nachlässigkeit nicht wieder auf Sommerbetrieb umgeschaltet habe, blieb die Heizung ausgeschaltet. Es bestand ja auch kein Bedarf, wie man an der Raumtemperatur feststellen kann.

Die folgende Grafik zeigt wieder einen anderen Fall des Heizbetriebes in der Übergangszeit. Da es sich um einen Sonntag handelt, ist die Nutzungszeit ununterbrochen von 08.00 Uhr bis 22.30 Uhr.

Aufgrund des Tagesverlaufes der Aussentemperatur wird jedoch nur Morgens und Abends die Begeizung aufgenommen. Den Rest des Tages bleibt die Raumtemperatur auch ohne Beheizung oberhalb des Sollwertes. Die Unterbrechung des Heizbetriebes ist ebenfalls eine Auswirkung der Programmfunktion “Heizgrenze”

Stürmisches Wetter im Herbst

Spezifikation:

Die Nutzungszeit ist von 08.00h bis 23.00h

Während der Nutzungszeit soll die Raumtemperatur zwischen 22 °C und 23 °C betragen. Unter Berücksichtigung des Reglerverhaltens liegt der Sollwert für die Raumtemperatur bei 22,3°C

Die Heizgrenze Taussen liegt (noch) bei 10°C, die Nachlaufzeit für die Heizkreispumpe beträgt 30 Min.

Die Boilertemperatur soll zwischen 42°C und 50°c betragen, ein Überheizen ist wg. der 5 Minütigen Pumpennachlaufzeit zulässig.

Das Programm soll häufiges Brennertakten reduzieren

Ergebnisse:

Etwa 20 Minuten vor Nutzungsbeginn wurde der Sollwert für die Raumtemperatur überschritten. Aufgrund des Schnellaufheizens beträgt die Maximale Raumtempertur kurz nach Nutzungsbeginn etwa 22,7°C, also nur 0,4 k mehr als der Sollwert. Zu Nutzungsende um 23.00 liegt die Raumtemperatur aufgrund des vorzeitigen optimierten Ausschaltens bei ca 21,8°C

Dazwischen beträgt die minimale Raumtemperatur 22,0°C

Da die Aussentemperatur im Mittel während der Nutzungszeit oberhalb von 10 °C liegt, ist von einem Wärmebedarf von ca 30 % auszugehen. Selbst bei Korrekter Dimensionierung von Kessel und Brenner ist davon auszugehen, das selbst modulierende Brenner unter ihrer Mindestleistung abschalten und somit "takten" würden. Natürlich liegt in diesem Fall der Wärmebedarf etwas höher, da bei diesem Gebäude aufgrund mangelhafter Luftdichtigkeit der Gebäudehülle zeitweise (zwischen 09.00h und 17.00) wegen des auffrischenden Windes ein erhöhter Lüftungswärmebedarf gedeckt werden musste.

Während des windstarken Zeitraumes kann man eine erhöhte Takthäufigkeit feststellen.

Die kürzeste Brennerlaufzeit beträgt am Ende des Schnellaufheizens ca 5 Min, die längste während des Schnellaufheizens ca 1h 48 Min.Die letzte Brenndauer der Nutzungszeit betrug ca. 25 Min.Die Brenndauer während des Boilerladens gegen 17:15h betrug 50 Minuten. Da es keine Boilervorrangschaltung, sondern einen Parallelbetrieb gibt, haben sich hier die Wärmeanforderung der Raumheizung und des WWB überlagert.

Während der 15 stündigen Nutzungszeit waren trotz des starken Windes nur 19 Brennerstarts erforderlich!

Milder November (23.11.2003)

6:00 h

Die Anlage steht, Die Heizgrenze Aussentemperatur (12°C) ist überschritten, die Heizgrenze Raumtemperatur (22°C) ist unterschritten. Die Mindestkesseltemperatur (50°C) ist unterschritten.

06.04 h

Das Programm zum optimalen Starten hat die Anlage eingeschaltet, da der Einschaltbefehl ausserhalb der Nutzungszeit liegt, erfolgt Schnellaufheizen. Der Kessel hat somit keinen Temperatursollwert und wird nur vom Kesselthermostaten begrenzt.

06.08 h

Die Kesselmindesttemperatur ist überschritten, die Heizkreispumpe startet, der Befehl Schnellaufheizen öffnet das Heizkreisventil zu 100%. Die Kesselrücklauftemperaturregelung hat die Rücklauftemperatur auf über 49 °C gehoben, der Taupunkt ist durchfahren

07.32 h

Der Kesselthermostat hat den Brenner bei einer Kesseltemperatur von 87 °C abgeschaltet. Die Heizkreisvorlauftemperatur beträgt ebenfalls 87 °C. Die Brenndauer betrug 1h 28 Min.

07.37h

Der Kesselthermostat hat den Brenner bei einer Kesseltemperatur von 81 °C wieder eingeschaltet.

07.45h

Der Kesselthermostat hat den Brenner wieder bei 87 °C abgeschaltet, die Brenndauer betrug 8 Minuten.

07.49 h

Die Raumtemperatur von 22 °C ist erreicht, 11 Minuten vor Nutzungsbeginn.

07.52 h

Die Raumtemperatur übersteigt 22,1 °C, die Heizgrenze schaltet die Freigabe für die Anlage ab, die Funktion Schnellaufheizen entfällt, die Heizkreispumpe (und die Kesselkreispumpe) läuft jedoch 30 Minuten nach, Das Heizkreismischventil regelt die Vorlauftemperatur auf den Sollwert nach Aussentemperaturrampe herunter.

08.01 h

Die Raumtemperatur steigt weiter, die selbstoptimierende Vorlauftemperaturegelung senkt den Sollwert für die Vorlauftemperatur weiter ab, um ein Überheizen weitestgehend zu verhindern.

08.22 h

Die Nachlaufzeit ist abgelaufen, alle Pumpen schalten ab, das Heizkreismischventil schließt, um die Wärme im Kessel festzuhalten. Die maximale Raumtemperatur ist mit 22,7 °C erreicht

09.30h

Die Anlage ist immer noch über die Funktion Heizgrenze abgeschaltet, die Raumtemperatur beträgt 22,05 °C

09.41 h

Die Raumtemperatur ist auf 22°C abgesunken, die Funktion Heizgrenze entfällt, die Beheizung wird freigegeben. Alle Pumpen starten und fördern zunächst die im Kessel gespeicherte Wärme in den Heizkreis. Das Mischventil regelt die Vorlauftemperatur nach Aussentemperaturrampe. Die Abschaltdauer betrug 1 h 19 Min.

09.52 h

Der Wärmeinhalt des Kessels ist unter den Brennereinschaltpunkt (hier mindestens 51°C) gesunken, der Brenner startet. Die Kesselrücklauftemperaturregelung hat die Rücklauftemperatur oberhalb 47 °C (Taupunkt Öl gehalten).

10.03 h

Die Mindestraumtemperatur liegt bei 21,98 °C

10.14 h

Die Kesseltemperatur überschreitet den aussentemperaturabhängigen Kesselsollwert, der Brenner schaltet ab. Die Brenndauer betrug 22 Minuten. Nach der Abschaltung wirkt die zeitabhängige (15 Min.) Brenner-Wiedereinschaltsperre.

10.30 h

Die Raum-Heizgrenze (22,1°C) wird überschritten, die Freigabe entfällt, die Pumpen laufen 30 Min. nach, die selbstoptimierende Vorlauftemperaturregelung senkt die Vorlauftemperatur weiter ab, um ein Überheizen zu vermeiden. Die bedarfsabhängige Brennerwiedereinschaltsperre kommt in diesem Fall nicht zum tragen, da die Heizgrenze bereits die Freigabe abgeschaltet hat.

11.00 h

Die Nachlaufzeit ist abgelaufen, die Pumpen schalten ab, das Regelventil schließt. Die maximale Raumtemperatur ist mit 22,2°C erreicht.

13.22 h

Die nächste Wiedereinschaltung beginnt, die Abschaltung dauerte 2 h 22 Min

 

Der Tag im Überblick

Die Tagestemperaturen betrugen zwischen 13 und 16 °C, es war windstill, stark bewölkt und leicht regnerisch. Das Programm zum Optimalen Ausschalten hat die Beheizung bereits vorzeitig eingestellt. Zum Nutzungsende gegen 23.00h betrug die Raumtemperatur 21,8°C. Für die Beheizung der 15 stündigen Nutzungszeit waren nur 8 Brennerstarts erforderlich.

 

 

Beachtenswert hier ist der schnelle Anstieg der Kesselrücklauftemperatur zur Vermeidung von Taupunktkorrosion.

Nochmals Heizen in der Übergangszeit

Nachfolgend habe ich nochmal im Jahr 2004 eine Aufzeichnung zum Thema “Heizen in der Übergangszeit” gemacht, da besonders während der Übergangszeit ein gewaltiges Einsparpotential besteht. Bei tiefen Aussentemperaturen besteht dieses Potential nicht----denn wenn es kalt ist, mussen wir heizen!!

In der folgenden Darstellung sehen sie die Auswirkungen aller Funtionen mit dem zur Zeit gültigen Parametersatz. Was hier neu und besonders erwähnenswert ist, ist die Funktion des Dynamischen Raumtemperatursollwertes. Diese Funktion berücksichtigt die Tatsachen, das erstens im Tagesverlauf die Strahlungstemperatur aufgrund steigender Aussentemperaturen stärker ansteigt, als die Raumlufttemperatur----und zweitens der Mensch gewöhnlich aufgrund höherer Aktivität auch mit etwas niedrigeren Raumlufttemperaturen auskommt. Im gleichen Maße, in dem die Aussentemperatur steigt wird der Raumtemperatursollwert um bis zu 1 K abgesenkt.

Im Tagesverlauf ist der Raumtemperatursollwert also sowohl morgens zu Beginn, als auch abends am Ende der Nutzungszeit unverändert, während er etwa gegen 15.00 Uhr den Tiefststand erreicht. Da diese Funktion konsequent mit allen anderen Reglerfunktionen verknüpft ist, werden diese in ihrer Wirkung verstärkt.

Das Resultat ist eine Verstärkung der Vorlauftemperaturoptimierung, der Brennersperre, sowie ein früheres Ansprechen der Heizgrenztemperaturabschaltung.

Die Anzahl der Brennerstarts wird nochmals reduziert, die Brennerlaufzeiten pro Start werden leicht verlängert.

Die morgendliche Startzeit hat noch nicht gepasst, das ich das Programm erst abends vorher installiert hatte. Bitte Beachten sie die Skalierung der Größenachsen!!

Wintereinbruch am 10.11.2004

Das man auch während des Winters noch ein wenig Energie sparen kann, möchte ich anhand folgender Grafik belegen.

An diesem Tag war die Nutzungszeit von 04.30 h bis 22.00 h, also 17,5 Stunden. Um diesen Zeitraum zu beheizen, hat das Programm zum Optimierten Einschalten die Beheizung um ca. 02.30h begonnen. Zum Nutzungsbeginn war der Sollwert pünktlich erreicht. Die Heizungspumpe lief während des gesamten Tages etwa 19,3 Std. Ein Boilerladen fand nicht statt.

Der Brenner musste 20 Mal starten, lief insgesamt 8,8 Stunden und setzte etwa 12 Liter Brennstoff durch

Was kann man noch erkennen?

Währende der Schnellaufheizung vor Beginn der Nutzungszeit stieg die Heizungsvorlauftemperatur bis auf etwa 85 Grad an, um die Aufheizzeit möglichst kurz zu halten. Während der Nutzungszeit wurde die Vorlauftemperatur entsprechend der Aussentemperatur auf den Sollwert von 66 °C (morgens) bis 62°C (abends) gehalten.

Bereits gegen 05.30 können wir jedoch eine deutliche Absenkung der Vorlauftemperatur um etwa 20 °C feststellen. Da der Raumtemperatursollwert deutlich überschritten wurde, hat der Vorlauftemperatur-Optimierer eingegriffen, um weiteres Überheizen zu verhindern. Diese Absenkung dauerte etwa 45 Minuten. Während dieser Zeit wurden ebenfalls die Verluste in den Verteilungsleitungen reduziert.

Im Laufe des Tages ist dieser Vorgang mehrmals mit ähnlicher bzw. sogar größerer Dauer zu beobachten.

Gegen 17.00h beginnt jedoch eine Absenkung durch den Optimierer, die bis nahezu zum Nutzungsende gegen 22.00h andauert. Was ist hier besonderes geschehen?

In kurzer Abfolge wurde der Wärmebedarf des Gebäudes durch folgende Einwirkungen deutlich gesenkt:

1.) Zubereitung des warmen Abendessens

2.) Herablassen der Rollläden nach Einbruch der Dämmerung

3.) Fremdwärme durch Anwesenheit mehrerer Personen, sowie durch Fernseher und Beleuchtung

Wie man sieht, hat die Verwendung einer zusätzlichen Optimierungsfunktion einen deutlichen Vorteil gegenüber einer Reinen Aussentemperaturregelung.

Richtig Kalt am 28.02.2005

Zur besseren Übersicht habe ich die Grafik in ein neues Fenster gelegt.

Bitte Hier Klicken!

Die gezeigte Grafik umfasst den Zeitraum vom 27.02.2005, 00.00h , bis zum 01.03.2005, 23.59h

Erkennbar sind die Totalabschaltungen zwischen den Nutzungszeiten, die selbst errechnete Startzeit des Programmes zum Optimierten Ein- und Ausschalten, das Schnellaufheizen mit maximaler Kesselleistung (mit bis zu 90 Grad Vorlauftemperatur) vor Beginn der Nutzungszeit.

Bemerkenswert ist, das selbst bei tiefen, schwankenden Aussentemperaturen der Raumtemperatursollwert jedesmal rechtzeitig erreicht wurde. Eine Totalabschaltung ist also bei Einsatz eines entsprechenden Reglers ohne Komforteinbussen problemlos möglich.

Während der Nutzungszeiten beschreibt eine gedachte Linie zwischen den höchsten Vorlauftemperaturen in etwa den Verlauf der Heizkurve nach Aussentemperatur. Eine gedachte Linie zwischen den geringen Vorlauftemperaturen zeigt die Wirkungsweise der Optimierungsfunktion. Erfreulicherweise ist diese auch bei tiefen Temperaturen noch sinnvoll, um auf wechselnde Einflüsse wie Sonne, oder herabgelassene Rollläden angemessen zu reagieren.

Zur genaueren Darstellung habe ich den Temperaturbereich um die Raumtemperatur, sowie den Bereich um die Aussentemperatur separat nochmal mit höherer Auflösung dargestellt.

Bei der Raumtemperatur sieht man während der Nutzungszeit eine Schwankung zwischen 21,9 und 22,6 Grad....die ist durchaus beabsichtigt und hat zum Ziel, die Brennerlaufzeiten zu verlängern und die Starthäufigkeit zu verringern. Da ich den Raumtemperatursollwert von 22 Grad als Mindestwert ansehe, darf ich mit der Maximalen Unterschreitung um 0,1 Grad wohl zufrieden sein.

Bei der Aussentemperatur sieht man deutlich, wie stark die Temperaturen schwanken können, und wie schnell diese Änderungen passieren können.

Noch ein paar Daten zum 28.02.2005, dem kältesten der gezeigten Tage:

Trotz der Absenkung auf etwa 19,5 Grad betrug die mittlere Raumtemperatur etwa 21,9 Grad.

Die Mittlere Tagesaussentemperatur betrug etwa Minus 5,8 Grad, bezogen auf eine Raumtemperatur von 22 Grad und einer Auslegungstemperatur von Minus 12 Grad entstand an diesem Tag also ein Wärmebedarf von etwa 82% !

Die Nutzungsdauer betrug 18 Stunden, zur Beheizung musste die Umwälzpumpe 21,5 Stunden laufen.

Die Brennerlaufzeit betrug 10,6 Stunden, es wurden etwa 19 Liter Heizöl durchgesetzt.

Hieraus ergibt sich eine Brennerleistung von etwa 18 kW (ich hatte Ende Januar den Brenner neu eingestellt!)

Es liegt also wieder eine Überdimensionierung vor, die Reserven für Beispielsweise eine parallele Warmwasserbereitung bietet.

Ein guter Mittelweg /Heizen am 05.03.2006

Hier gehts zur Grafik

Beschreibung folgt!

 

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