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Erfreulicherweise hatte ich die Gelegenheit, einige der beschriebenen Maßnahmen auch an anderen Gebäuden anzuwenden. Hier einige Beispiele:

Bei meinem Arbeitskollegen und Freund Peter in der Nähe von Inden

Einseitig angebautes Einfamilienhaus, Altbau etwa 1700, mehrfach umgebaut, erweitert, saniert.

Wohnfläche ca 135m², Iso-Verglasung und Wärmeschutzverglasung gemischt, Dach gedämmt, Außenwände Wärmedämmverbundsystem. Peter mag es gerne warm, 22 °C

Peter hatte einen Kokskessel, der die neuen Abgasgrenzwerte mit der Koksfeuerung nicht erfüllen konnte.

Kessel Rapido K80/4, Baujahr 1991, Nennleistung 26,3kW bei Ölfeuerung,         400 Liter Warmwasserbereitung für 5 Personen

Maßnahmen:

Umstellung auf Ölfeuerung mit Ölbrenner NEHS LowNox NEH-10, 16 - 40 kW, Düse 0,4 gph, 12 bar, 18 kW, Wirkungsgrad 93,8% bei 75 °C Kesseltemperatur. Leider ließ sich mit diesem Brenner keine kleinere Leistung mit zufriedenstellenden Werten einstellen.

Kesselisolierung mit zusätzlich 40 mm PUR-Platten WLG 0,25, Einbau einer Abgasabsperrklappe, Kontrollieres Boilerladen, keine Zirkulation, Außentemperaturgeführte Vorlauftemperaturregelung mit Nachtabschaltung, Stütztemperatur, optimiertem Einschalten, Schnellaufheizen, Heizgrenztemperatur, selbstoptmierende Vorlauftemperatur, Brennerwiedereinschaltsperre.

Einsparungen: Peter musste seinen Kessel nicht austauschen!

Verbrauch: 2003 etwa 1818 Liter / 2004 etwa 1730 Liter / 2005 etwa 1580 Liter

2005 wurde eine wärmegedämmte Kunststoffhaustüre eingebaut, und die Vorlauftemperaturoptimierung verbessert. Peter und ich verwenden selbstverständlich das gleiche Programm.

Bei meinem Freund Michael in Gemünd

Reiheneckhaus Baujahr 1955, Massivbauweise, ca 120 m² Wohnfläche, Isolierverglasung schlechte Dachdämmung, Warmwasserbereitung 120 Liter für 5 Personen, Kokskessel Camino / Strebel, Baujahr 1970, Nennleistung 28 kW, mit Ölbrenner Elco Bj 1990, Feuerungsleistung ca. 24 kW, Mischerregelung über Raumthermostaten im schlecht gewählten Referenzraum. Michaels Frau friert sehr leicht und besteht auf 23 °C Raumtemperatur.

Die letzten Abgasmessungen ergaben einen Abgasverlust von 14 -15 %, erfüllten also nicht die neuen Grenzwerte, der Schornsteinfeger hatte Michael jedoch nicht auf diesen Umstand aufmerksam gemacht - ein Kesselaustausch wäre also unerwartet kurzfristig notwendig geworden.

Maßnahmen:

Einbau eines Zugreglers

Verstärkung der Kessel- und Boilerdämmung

Abdichtung des Brennraumes zur Stabilisierung der Verbrennung

Anpassung der Brennerleistung durch Einbau einer kleineren Düse, 0,4 gph, 10 bar, ca. 16,7 kW, Wirkungsgrad ca. 94 %

Einbau einer gebrauchten AT-geführten Regelung mit Totalabschaltung, optimiertem Einschalten, Stütztemperatur,selbstoptimierender Vorlaufregelung.

Reglertype : Honeywell MCR 52 / ersteigert bei Ebay

Kontrolliertes Boilerladen

Einsparungen: Michael musste den Kessel nicht austauschen, 1200 Liter / Jahr, ca. 400 € / Jahr, etwa 34 %, also schon mehr, als das IWO für eine Kesselsanierung prognostiziert (30 %)

Verbrauch: 1995 bis 2002 durchschnittlich 3500 Liter

2003 (übrigens ein kaltes Jahr) 2300 Liter!!

Bei meinem ehemaligen Arbeiskollegen Detlef im Bergischen Land

Hier habe ich nur einige Tips gegeben, das Haus und die Technik kenne ich nicht. Ich weiß nur, das es sich um ein freistehendes Einfamilienhaus handelt. Detlef verbrauchte über 6000 l / a und musste zweimal tanken pro Jahr.

Maßnahmen:

Ersatz einer Wand aus Glasbausteinen gegen ein Fenster mit Wärmeschutzverglasung.

Wärmedämmung des Daches eines Anbaus.

Leitungsanpassung durch Einbau einer kleineren Düse

Einbau einer Abgasabsperrklappe

Einbau einer AT-geführten Regelung

Kontrolliertes Boilerladen

Wärmedämmung der Heizungsleitungen im Keller

Einsparungen: Detlef musste dieses Jahr nur einmal tanken, deutliche Einsparung erkennbar.

Bei einem Leser dieser Internetseite, Ronald Morgenstern, Nähe Kaiserslautern

Freistehendes Einfamilienhaus, Massivbauweise, Baujahr 1890, Umbau ca. 1935, Keller und EG einfachverglast,1.OG Kunststofffenster Isolierverglasung ca 1,6 / Innendämmung ca 20 mm Styropor, Ausgebautes Dach mit Zwischensparrendämmung 120mm Mineralwolle, Dachschräge im Wohnbereich zusätzlich 20 mm Styropor, Fenster ca 1,6

Gesamtfläche ca 195 m², beheizte Nutzfläche z. Zt. 123 m²

Öl-Spezialkessel BJ 1973, Nennleistung 23 kW, Körting-Ölbrenner Baujahr 1980, ca 19 KW (nach Optimierung).

Maßnahmen:

Kesseldämmung durch Blechverkleidung mit Glaswolle
Heizraum von Waschküche abgemauert und mit Außenluftzufuhr versehen
Kaminsanierung V4A Edelstahl, Abgasklappe MOK Diermayer,Zugbegrenzer
Aussentemperaturgeführter Zentra Mischer/Umwälzpumpenreglung mit Nachtabschaltung /Absenkung
Zirkulationpumpe über Thermostat und Zeitschaltuhr
Brennerleistung reduziert mit 0.45gph Düse 8,5 Bar etwa 19KW
Schamotteeinbauten und Blech zum Umlenken der Heizgase im Kessel
Armaturen, Rohre besser isoliert
auf Dauer gekippte Fenster vermieden
Heizkurve exakt und knapp eingestellt
Hydraulischer Abgleich an den Rücklaufventilen der Heizkörper
Betriebsstundenzähler und Brennerstartzähler eingebaut

Verbrauch

2002 (warmes Jahr) 2600 Liter, zuzüglich unbekannte Menge Festbrennstoffe für einen Einzelofen im Erdgeschoss

2003 (kälter als 2002), nach ANHEBUNG der Raumtemperatur um ca 2 °C etwa 2300 Liter, keine Festbrennstoffe

Herr Berewinkel aus einem Vorort von Bonn

Herr Berewinkel hat durch seinen Betriebsstundenzähler festgestellt, das die Brennerleistung seines Viessmann Biferral Unit-Brenners mit 24 kW deutlich zu hoch eingestellt war, da er auf unter 1300 Betriebsstunden kam.

Aus den Brennerunterlagen fand er heraus, das dieser Brenner auch auf 17 kW einzustellen ist.

Herr Berewinkel hat seinen Heizungsbauer beauftragt, diese Leistungsreduzierung durchzuführen. Der Heizungsbauer antwortete Ihm, er solle sich nicht um Sachen kümmern, von denen er keine Ahnung habe, und hat den Autrag nicht durchgeführt.

 

Über Herrn Beitzke hat Herr Berewinkel mich gebeten, die Leistungsreduzierung durchzuführen.

Bei der Gelegenheit habe ich mit einem Infra-Rot Thermometer herausgefunden, das selbst die Dämmung eines neueren Kessels noch Einsparpotentiale bietet.

Gestern bekam ich folgende Mail:

...und Argumente werden bei mir gerne und schnell umgesetzt:

 

Die Vorführung Ihrers IR-Thermometers war doch sehr überzeugend. Fast dreißig

Grad Oberflächentemperatur bei einem an sich isolierten Kessel sind doch etwas

viel: Ich habe gestern die Zwischenräume mit Mineralwolleplatten, die ich noch auf

dem Dachboden hatte, ausgefüllt. Seit heute ist der Heizungskeller wieder spürbar

kühler! Interessant ist, das bei Viessmann der an sich runde Kesselkörper an der

Front- und Rückseite je eine viereckige (überstehende) Platte hat, sodass sich je

Platte halt vier überstehende "Ohren" bilden, die durch die serienmäßige Isolierung

überhaupt nicht erfasst werden. Da wir eine neue Digitalkamera haben, wird

natürlich alles sofort per Bild dokumentiert :-) Leider habe ich kein Vorher-Bild

gemacht, sodass man den Unterschied sehen könnte, man lernt ja immer noch

dazu!

Telefonisch teilte er mir noch mit, das nun das Brennergeräusch nur noch ein Säuseln sei, auch die “Schläge” beim Brennerstart wären verschwunden. Herr Berewinkel hat mir versprochen, die Verbrauchsdaten zu dokumentieren, und hier mitzuteilen.

 

Bei einem Leser meiner Internetseite, Hr. Andreas Tidl, Kreis Bergstraße

Herr Tidl hat die Brennerleistung an den Bedarf angepasst, also drastisch reduziert.

Sein Verbrauch ist von 4000 Litern auf 3000 Liter im Winter 2003/2004 gesunken.

Ob weitere Maßnahmen zu dieser Verbrauchsreduzierung geführt haben, ist mir unbekannt

Herr Tidel will noch weitere Maßnahmen (Kesseldämmung) durchführen, und nächstes Jahr davon berichten.

Bei einem Bekannten unseres Herrn Beitzke, Herrn Zintzen aus Aachen

Herrn Zintzens Ölkessel schaffte die Abgaswerte nicht mehr, sein Kessel hatte 14 % Abgasverlust. Eine Kesselsanierung war eigentlich unumgänglich, passte jedoch nicht in sein Gesamt Bauprojekt, da er im kommenden Jahr eine neue, größere Scheitholzanlage zur Wärmeversorgung einer noch im Bau befindlichen Käserei plant.

 

Herr Zintzen hätte also bis zum 30. November seine Anlage sanieren müssen, aber für die größere Anlage noch keine Nutzung gehabt. Diese neue Anlage wäre damit vollkommen unwirtschaftlich geworden, und hätte vermutlich trotz einwandfreier Abgaswerte mehr Energie verschwendet, als die alte Anlage.

 

Nach Einbau eines GEBRAUCHTEN Gelbbrenners mit deutlich geringerer Leistung und einer Rauchgasumlenkung im Rapido-Kessel beträgt nun der Abgasverlust nur noch 8%.

 

Herr Zintzen hat nun Zeit gewonnen, und kann seine alte Anlage weiterbetreiben, bis sein Bauprojekt planmäßig fertiggestellt ist.

Fazit:

Es funktioniert! Man kann viel Energie sparen, und etwas für die Umwelt tun!

Mittlerweile erhalte ich auch auf meiner Gästebuchseite Zuschriften von Leuten, die über ihre Einsparerfolge berichten. Aus diesem Grund wird dieser Teil der Seite nicht fortgeführt.

Beispiele gibt es ja nun genügend.

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